Judogeschichte

  • Begründer

Der Begründer von Judo, Jigoro Kano, wurde am 28.10.1860 in Mikage in Japan geboren. Er studierte Politik und Ökonomie und wurde 1885 Professor an einer japanischen Schule und wenige Jahre später sogar Vizedirektor.

Er beschäftigte sich schon lange mit verschiedenen Kampfsportarten, bevor er 1882 Kodokan, die erste Judoschule, gründete. Um Judo als anerkannte Kampfsportart zu etablieren, fand wenige Jahre später ein Vergleichskampf mit einer Polizeitruppe statt, bei dem die Polizisten deutlich unterlegen waren.

Um Judo zu verbreiten, besuchte er viele Länder auf der ganzen Welt, unter anderem war er 1933 in Wien zu Gast. Jigoro Kano verstarb am 4.5.1938.

  • Entstehung

Das moderne Judo wurde von Professor Jigoro Kano vor über 100 Jahren aus verschiedenen Stilrichtungen des alten Ju-Jitsu, dem alten Kampfstil der Samurai, entwickelt. Kano fasste dabei unter dem Blickpunkt des "Ju-Do", also "des sanften Weges" das Beste aller dieser Stile zusammen und lehrte die Inhalte in seiner Judoschule, dem Kodokan. Dieser besteht noch heute und gilt als das Zentrum des Judo.

  • Verbreitung

Schon vor dem Zweiten Weltkrieg versuchte Kano persönlich die Verbreitung der Sportart voranzutreiben. Das jedoch gelang auf allen Kontinenten erst nach dem Zweiten Weltkrieg. 1948 wurde die europäische Judounion gegründet. Als Zugeständnis an das Gastgeberland wurde Judo erstmals 1964 bei den Olympischen Spielen in Japan ausgetragen, zu den regulären olympischen Disziplinen zählt es bei den Männern erst seit 1972, bei den Frauen gar erst seit 1988.

  • Judo in Österreich

Die ersten Aufzeichnungen über die Ausübung von Ju-Jitsu und Judo in Österreich stammen aus dem frühen 20. Jahrhundert. Richtig Fuß fassen konnte Judo als eigene Sportart allerdings erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Jahr 1948 wurde der österreichische Amateur Judo Verband gegründet, der 1958 zum heute noch existierenden Österreichischen Judoverband wurde.

Bekannte österreichische Judokämpfer sind Peter Seisenbacher (Weltmeister 1985 und Doppelolympiasieger 1984 und 1988), Ludwig Paischer (Europameister 2004 und 2008, Olympia Silbermedaillengewinner 2008), Sabrina Filzmoser (Europameisterin 2008) und Claudia Heill (Olympia Silbermedaillengewinnerin 2004).

Somit gilt Judo als eine der erfolgreichsten olympischen Sommerdisziplinen für Österreich.